Hirsch-Index und wie man ihn steigert
Der Hirsch-Index oder h-Index gehört zu den wichtigsten Kennzahlen der wissenschaftlichen Forschung. Heute dient der h-Index sowohl in Russland als auch weltweit zur Bewertung der Publikationstätigkeit eines Wissenschaftlers. Die Bedeutung des h-Index nimmt besonders zu, wenn es um Personalentscheidungen, wissenschaftliche Titel oder die Vergabe von Fördermitteln geht. Wir laden Sie ein, sich näher mit dem Konzept zu befassen und seinen Nutzen zu verstehen.
Das Konzept
Der h-Index basiert auf der Anzahl der Zitierungen wissenschaftlicher Arbeiten. Im Gegensatz zur bloßen Zählung aller Zitierungen berücksichtigt der h-Index jedoch das Gewicht einzelner Arbeiten. Anders gesagt: Der h-Index hebt jene Veröffentlichungen hervor, die in den letzten Jahren bei Fachkollegen besonders gefragt waren.
Der Index wurde im Jahr 2005 vom argentinisch-amerikanischen Physiker Jorge Hirsch an der University of California in San Diego entwickelt. Heute dient er zur Bewertung der wissenschaftlichen Produktivität von Institutionen, Forschergruppen und Einzelpersonen.
Wie wird der h-Index berechnet?
Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der Anzahl der Veröffentlichungen und deren Zitierungen. Laut der Methode von J. Hirsch erhält ein Wissenschaftler den Index h, wenn von insgesamt N Artikeln mindestens n Artikel jeweils mindestens n-mal zitiert wurden, wobei die restlichen (N – n) Artikel höchstens n-mal zitiert wurden.
Ein Beispiel: Ein Forscher hat 100 Artikel veröffentlicht, von denen jeder genau einmal zitiert wurde – der h-Index beträgt 1. Ebenso hat ein Autor, der nur eine Arbeit veröffentlichte, die aber 100-mal zitiert wurde, ebenfalls einen h-Index von 1.
Ein anderes Beispiel: Ein Wissenschaftler veröffentlichte 5 Artikel. Die erste Arbeit wurde 5-mal zitiert, die zweite 4-mal, usw. Der dritte Artikel wurde 3-mal erwähnt. Somit hat der Forscher mindestens 3 Arbeiten, die je mindestens 3-mal zitiert wurden – also ist sein h-Index gleich 3.
Um den h-Index zu bestimmen, ordnet man alle Publikationen nach der Anzahl der Zitierungen in absteigender Reihenfolge und sucht jene Arbeit, bei der die Ordnungszahl mit der Anzahl der Zitierungen übereinstimmt – diese Zahl ist der h-Index.
Persönlichen h-Index ermitteln
Auf der Plattform elibrary.ru kann der eigene h-Index auch ohne Registrierung eingesehen werden. Unter dem Menüpunkt „Navigator“ → „Autorenverzeichnis“ kann man nach dem eigenen Namen suchen. Dabei werden nur Publikationen berücksichtigt, die in der russischen Datenbank RSCI indexiert sind.
Der h-Index gibt präziser Auskunft über die wissenschaftliche Relevanz eines Forschenden als die reine Anzahl der Veröffentlichungen oder Zitierungen.
Es ist jedoch zu beachten, dass der h-Index stark vom jeweiligen Fachbereich abhängen kann – etwa werden medizinische Arbeiten häufiger zitiert als physikalische. Deshalb wird der h-Index in vielen Institutionen nicht alleinstehend verwendet, sondern durch weitere Bewertungsparameter ergänzt.
Wo den h-Index abrufen?
Der h-Index lässt sich in kostenpflichtigen und freien wissenschaftlichen Datenbanken ermitteln. In Scopus kann er angezeigt werden, wenn Ihre Arbeiten dort indexiert sind. Da die Datengrundlagen in jeder Datenbank variieren, kann der h-Index eines Autors von Plattform zu Plattform abweichen.
Einfluss des h-Index auf das wissenschaftliche Ansehen
Welche Werte gelten in Russland als Richtwert für bestimmte akademische Positionen?
- International anerkannter Wissenschaftler, Vorsitz eines Promotionsausschusses – 16 und mehr;
- Mitglied eines Promotionsausschusses – 10–15;
- Doktor der Wissenschaften – 7–10;
- Kandidat der Wissenschaften – 3–6;
- Doktorand oder Nachwuchswissenschaftler – 0–2.
Wie lässt sich der h-Index steigern?
Das ist nicht einfach. In der RSCI-Datenbank werden oft nicht alle relevanten Publikationen oder Zitierungen korrekt erfasst. Manchmal werden Leistungen verschiedenen Autoren zugeordnet – etwa bei ähnlichen Namen oder Koautorenschaft.
Unsere Tipps zur Verbesserung Ihres h-Index:
- Veröffentlichen Sie hochwertige, eigenständig verfasste Artikel mit wissenschaftlicher Relevanz.
- Arbeiten Sie mit renommierten Forscherinnen und Forschern mit hoher Sichtbarkeit zusammen.
- Publizieren Sie nicht nur in lokalen, sondern auch in internationalen englischsprachigen Fachzeitschriften (Web of Science, Scopus).
- Tauschen Sie Zitationen im Rahmen wissenschaftlicher Kooperationen aus.
- Achten Sie auf korrekt formatierte Literaturverzeichnisse gemäß den Richtlinien.
- Überprüfen Sie bei Einreichung die Schreibweise Ihrer persönlichen Daten.
- Verfolgen Sie regelmäßig die Indexierung Ihrer Arbeiten in verschiedenen Datenbanken.
Wenn Sie diese einfachen Regeln befolgen, steigern Sie nicht nur Ihren h-Index, sondern auch Ihre wissenschaftliche Reputation!
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung bei der Steigerung Ihres h-Index? Schreiben Sie uns über das untenstehende Formular – unser Team berät Sie gerne kostenlos.
Alex Zvansky is the founder and CEO of Big Time, an international platform for academic support and the publication of scientific papers in Scopus and Web of Science. For more than 14 years, Alex has worked in scientometrics and researcher support, helping authors from around the world publish their research in top-tier journals. He personally oversees complex publication cases, organizes the work of a team of professionals with advanced degrees, controls the quality of editing and manuscript management at every stage, and collaborates with and consults Nobel Prize laureates. Under his leadership, the Big Time team has prepared more than 8,000 publications, serving both early-career and established scientists from various countries. Alex is actively engaged in developing international scientific cooperation, runs a video blog, interviews leading world scientists, and shares current trends in scientific communication and personal branding in academia. He has an in-depth understanding of all aspects of the publication process, is open to new ideas, and is committed to making the path of scientific ideas to the world as transparent and effective as possible for every Big Time client.
